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So genannte Venenchecks in Apotheken, Sanitätshäuser etc. pp.

Sie können in diversen Zeitschriften immer wieder lesen: „Einladung zum Venencheck“. Meist wird in Apotheken, Sanitätshäusern und ähnlichem die so genannte Lichtreflexionsreografie durchgeführt. (LRR)
Die LRR ist eine schlichte Methode, um sich einen Überblick über die globale Venenfunktion zu machen. Konkrete Handlungsanweisungen oder Diagnosen kann man damit NICHT stellen. Man misst, wie schnell das Blut in das Bein „zurück sackt“. Je schneller, je mehr muss das Venensystem geschädigt sein. Sie können jedoch eine so genannte Stammvaricosis an beiden Beinen haben, die Venenklappen sind so kaputt das das Blut von der Leiste in das gesamte Bein zurückfällt
(Stammvaricosis St. IV nach Hach) und sie messen in der Lichtreflexionsreografie keinerlei Einschränkung der venösen Wiederauffüllzeit. Diese beträgt Normwertig über 25 Sekunden. Sehr schlechte Werte wären 5-10 Sekunden.
Oder die venöse Wiederauffüllzeit ist stark verkürzt, weil man in der Apotheke an der falschen Stelle gemessen hat.
(Beispielsweise über einer insuffizienten Perforansvene)

Fazit: Die LRR-Messung ist eine nützlich, zusätzliche Methode – eignet sich aber nicht als Venen-Check. Einzig und allein die Duplexsonografie bzw. die Ultraschall-Doppler-Sonografie gibt Auskunft über die Funktion der Venenklappen und die daraus resultierenden Venenschäden. Die LRR-Messung wird oft als Marketingmaßnahme missbraucht.

Klinik am Ruhrpark, 06.10.2009


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