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Antibabypille und Thrombose

Mehrere große Zeitungen (Die Welt, WAZ, Berliner Morgenpost etc. pp.) haben in ihren Ausgaben am 28. + 29.09.09 berichtet, dass eine junge Schweizerin an einer Lungenembolie gestorben ist, möglicherweise als Folge der Einnahme einer Antibabypille aus dem Hause Schering. Die Schweizer Arzneimittelbehörde und der Konzern selbst untersuchen die Zusammenhänge.

Seit dem die Pille auf dem Markt ist, ca. 1961, werden immer wieder Diskussionen darüber geführt, dass die Pille das Thromboserisiko erhöht. Ein Thrombus entsteht durch Verklumpung von Blut in den Beinvenen. Dieser Thrombus kann wachsen und über das Herz in die Lunge wandern. Dort bleibt er quasi hängen und kann unter Umständen eine tödliche Lungenembolie auslösen. Zu den Hauptrisikofaktoren für das entstehen einer Thrombose unter Pilleneinnahme dürfte das Rauchen, Übergewicht, längere Flugreisen bzw. langes Sitzen sein. Ebenso erhöht ein angeborener Gendefekt z.B. Faktor V Mangel oder Faktor II Mangel das Risiko.

Entscheidend dürfte jedoch sein, dass junge Frauen, bei denen innerhalb von Tagen Beinschmerzen, Schweregefühle, Spannungsgefühl, Schwellneigung sowie ein tiefer dumpfer Druckschmerz in der Wade auftreten, sich sofort einem Venenspezialisten (Phlebologie) vorstellen um abzuklären ob es sich um eine Thrombose handelt oder nicht.

In einer Stellungnahme der Bayer AG (Schweiz) – Swiss Medic nimmt diese am 25.09.09 um 19.36 Uhr Stellung:
Sie schreiben unter anderem: "Thrombosen und Lungenembolien sind seltene aber bekannte Komplikationen in Verbindung mit weiblichen Sexualhormonen, wie z.B. Antibabypille. Das individuelle Thromboserisiko einer Frau wird durch ihre persönlichen Risikofaktoren bestimmt. Dazu gehören vermehrt Thromboseneigungen, Übergewicht, Schwangerschaft, fortgeschrittenes Alter, Bettruhe, Immobilität, Langstreckenflüge, traumatische Ereignisse oder chirurgische Eingriffe. Je mehr Risikofaktoren eine Frau hat, desto höher kann ihr Thromboserisiko sein. Das Risiko an einer venösen Thrombose bei Einnahme einer niedrig dosierten Antibabypille ist beispielsweise geringer, als das Risiko einer venösen Thrombose bei Schwangerschaft..."

Gemäß der Swiss-medic Stellungnahme vom 25.09.09 gab es in der Schweiz von 1990 bis heute insgesamt neun Berichte über tödliche Lungenembolien, welche mit der Einnahme von Antibabypillen in Verbindung gebracht werden. Einer davon soll ein Dorspirinon-haltiges Produkt von Bayer betreffen, die anderen sollen andere Wirkstoffe betreffen...

Klinik am Ruhrpark, 06.10.2009


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