NEWS

Folgender Artikel ist entnommen aus dem Presse Archiv von OpenPR (http://www.openpr.de):

Lungenembolie löst sich erst nach 28 Tagen - werden Thrombosen zu kurz behandelt?

Amerikanische Wissenschaftler von der Michigan State University gingen der Frage nach wann hat sich eine Blutgerinnsel in der Lunge aufgelöst?
In 17 von 21 Patienten mit der gefürchteten Lungenembolie waren die Blutgerinnsel erst nach 28 Tagen (81%)weg.
Die Blutgerinnsel in der Lunge stammen zum weitaus größten Teil aus den Beinvenen! Die Beinvenenthrombose ist die häufigste Ursache für Lungenembolien, an denen jährlich in Deutschland ca. 30 000 Patienten sterben.
Thrombosen werden in Deutschland allgemein etwa 8-10 Tage behandelt. Die Betroffenen erhalten Heparin zur Verhinderung des Thrombuswachstums und Marcumar zur Rezidivphrophylaxe, maximal 10 Tage einen Kompressionsverband, danach einen Kompressionsstrumpf.

Die Größe des Thrombus interessiert offensichtlich nicht mehr.
Je größer dieser jedoch ist, um so wahrscheinlicher treten Spätschäden bis zum Offene Bein auf. Oder es kommt erneut zur Thrombose.
Wenn nun Thromben in der Lunge sich erst nach 28 Tagen auflösen, warum behandelt man dann Gerinnsel in den Beinvenen nur maximal 10 Tage, obwohl es ja hier die gleichen Gerinnsel sind?
Wir haben in der Klinik am Ruhrpark Bochum immer wieder die Beobachtung gemacht, dass Thrombosen in den Beinvenen erst nach 30 Tagen intensiver Kompression verschwunden bzw. deutlich kleiner waren.

Es bleibt die Frage, werden also Thrombosen zu kurz behandelt?
Wird nicht die Chance vertan, durch längere Behandlung mehr oder gar alle Thromben zu beseitigen und dem Patienten ein langes Leiden zu ersparen?

Klinik am Ruhrpark, 31.08.2010


Klinikinfo History
Ärzte Pflegeteam Empfang Servicekräfte